Lindenau in der Oberlausitz

Eine Gemeinde im Amt Ortrand

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 Parkfest Lindenau familiär mit alten Wegbegleitern

 Kurzer Weg zum Festgelände darf genutzt werden

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 08.05.2013

LINDENAU Die Parkfest-Tradition in Lindenau wird mit einem neuen Konzept fortgesetzt – deutlich bescheidener als in den Jahren mit Stargästen wie Helene Fischer, dafür herzlich und familiär mit alten Wegbegleitern.

Der Schaustellerbetrieb Bachmann, der zum Volksfest am Rand des Parkes des Lindenauer Schlosses schon seit DDR-Zeiten immer wieder gern mit von der Partie ist, ist wieder da. Das kündigt André Günther vom Veranstaltungsbüro der Gemeinde an.

Und der Weg durch den Park zum Festgelände steht den Gästen am Pfingstwochenende offen. Trotz laufender Rechtsstreite um den noch immer verwaisten Herrensitz hat Schlossherr Wolfgang Hamma der Gemeinde Lindenau die Nutzung unter Auflagen gestattet. Der kurze Weg zum Festgelände gilt als ein Gradmesser für den erhofften Besucheransturm. "Wir beginnen das Parkfest traditionell am Freitagabend mit dem Fackelumzug durch den Park", sagt André Günther. Die Schalmeienkapelle Tettau/Frauendorf marschiert voran. Der Vereinssport bleibt eine tragende Säule des Volksfestes. Mit Thomas Oelsner, dem Inhaber einer Musik- und Veranstaltungsagentur, und Karaokebar-Besitzer Stefan Knoblauch aus Dresden haben sich die Lindenauer Partner an die Seite geholt, die dem Parkfest neuen Pfiff verleihen sollen. "Viele kleine Attraktionen sollen die Gäste gut unterhalten", erklärt André Günther.

KaWe

Das Lindenauer Parkfest klein und familär gefeiert

Engagierte Vereine kehren zurück zu den Wurzeln

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 10.05.2014

Linda Manicke (l.) gibt das Ehrenamt der Lindenauer Lindenprinzessin an Clara Kupfer.

Foto: Mirko Sattler/sam1

LINDENAU Zurück zu den Wurzeln, das wollten die Macher des Lindenauer Parkfestes in diesem Jahr. Die 59. Auflage des legendären Volksfestes stand zuvor auf wackligen Füßen, bis sich Vereine des Ortes gefunden haben, damit die Ära nicht zu Ende geht.

Das Lindenauer Parkfest klein und familiär gefeiert

 "Wir wollen wieder zur altbewährten Tradition zurück. Ein Fest von Lindenauern für Lindenauer", sagt Silvio Neißer, Sprecher des zehnköpfigen Festkomitees. Der Tennisclub, der Sportverein Blau-Weiß, der Heimatverein, die Feuerwehr und der Jugendclub sowie die Gemeinde Lindenau selbst wollen das Fest aus der angespannten wirtschaftlichen Situation wieder herausführen. "Jeder Verein organisiert im Rahmen des Parkfestes dafür kleine Programmteile. Wir wollen damit die Grundlage schaffen, damit wir im nächsten Jahr das 60. Fest feiern können", so Neißer weiter.

Trennte in den vergangenen Jahren ein Graben den sportlichen mit dem kulturellen Teil, so wurde die Trennung in diesem Jahr aufgehoben. Das Volksfest rückt wieder dahin, wo es einst angefangen hat. Das sagten zumindest am Samstagabend einige Lindenauer, die sich noch an die Anfänge erinnern können. Seit 16 Jahren wird im Rahmen des Parkfestes neben dem Pflanzen der Parklinde auch eine Lindenprinzessin gekürt. Nach zwei Jahren ging die Amtszeit von Linda Manicke zu Ende. Die scheidende Prinzessin übergab am Samstagabend im Festzelt ihre Krone an Clara Kupfer. Sie ist die neue Lindenprinzessin. Clara Kupfer ist schon beim Fest dabei, seit die erste Parklinde gepflanzt wurde – erstmals beim Neugeborenentreffen. "Ich danke Ihnen, dass Sie mich heute hier als achte Lindenprinzessin gekürt haben", sagte die noch 15-Jährige etwas aufgeregt ins Mikrofon.

"Die kleinere Version des Festes könnte eine Chance sein. Früher war es zu groß. Jetzt ist es familiärer", sagt Uwe Protzel aus Lindenau. "Das Fest heute finde ich gut. Ich bin jedes Jahr hier. Nun ist es gemütlicher", erklärt Heike Grafe aus Frauwalde. Und auch Rolf Ort ist von der kleineren Version begeistert. "Ich bin regelmäßig hier. Ich finde es richtig, dass das Fest kleiner geworden ist. Der Ort kann nicht über seine Verhältnisse leben. Ich glaube, das 60. Fest im nächsten Jahr wird wieder richtig stark. Die Lindenauer können ja alle fünf Jahre größer feiern", regt der Ortrander an.

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