Lindenau in der Oberlausitz

Eine Gemeinde im Amt Ortrand

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Erster Streit um Schloss Lindenau ist entschieden

Gericht spricht hart umkämpfte Bürgschaft der Gemeinde zu / Berufung möglich

Quelle: Lausitzer Rundschau von 29.10.2012

Cottbus/Ortrand. Das Landgericht Cottbus hat den Streit um die 250 000-Euro-Bürgschaft für Schloss Lindenau entschieden.

Das bestätigt Kersten Sickert, der Amtsdirektor des Amtes Ortrand. Der Gemeinde Lindenau ist das Geld zugesprochen worden, weil Investor Wolfgang Hamma die im Jahr 1997 zugesagten Investitionen auf dem Schlossareal nicht umgesetzt hat. Die Kommune hatte sich die Bürgschaft von der Bank auszahlen lassen. Der Investor klagte auf Herausgabe. Im Juni hatte das Gericht einen Vergleich vorgeschlagen, nach dem der Schloss-Erwerber "nunmehr zeitnah" die im Kaufvertrag vereinbarten Investitionen tätigen sollte. Anliegen der Gemeinde bleibe, so hatte der Amtsdirektor im Sommer in dem Verfahren deutlich gemacht, dass auf dem Schlossareal eine Seniorenresidenz errichtet werde. Zudem müsse der Park, wie besiegelt, mit einem im Grundbuch gesicherten Wegerecht für jedermann zugänglich bleiben. Und mehrere Arbeitsplätze seien zu schaffen.

Der Einigungsversuch zur Güte scheiterte. Gegen die nunmehr getroffene Entscheidung des Landgerichtes hat der Investor ein Vetorecht. Eine weitere juristische Auseinandersetzung steht Anfang November in Berlin an. Die Gemeinde Lindenau ringt um die Rückabwicklung des Kaufvertrages. Das Schloss-Areal ist inzwischen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens mittelbar erneut in die Hände von Wolfgang Hamma veräußert worden.

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