Lindenau in der Oberlausitz

Eine Gemeinde im Amt Ortrand

Mai 2017
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Man nimmt mit Vorsicht an, daß der Ort um und nach 1200 gegründet wurde. In dieser Zeit wurde die Gegend zwischen Schwarzer Elster und Pulsnitz entwässert und das Dorf Lindenau gegründet. 1346 wird Lindenau in einem ersten Schriftstück als selbständiges Pfarramt genannt. 1392 war es als Lindenau zum Gau Milzemie gehörte. Es ist wahrscheinlich, daß Gut und Dorf im frühen Mittelalter von den Rittern von Lindenau, die zum Adel der damaligen Mark Meißen zählten, gegründet wurde. Die Anlage des Dorfes, die auf eine germanische Niederlassung hinweist, unterstützt diese Annahme. Als Wappen und Siegel diente ein Baum (Linde).

Durch den Wiener Kongreß 1815 wurde das sächsiche Lindenau preußisch. Die Reformierung der regionalen Verwaltung Preußen brachte es mit sich, daß Lindenau von der Provinz Schlesiens verwaltet wurde. Lindenau war somit der westlichste Ort Schlesiens geworden.

1881 vernichtete ein Großbrand das alte Lindenau, das aus schilfbedeckten Häusern bestand. Bauernhäuser aus Stein und im ländlichen Jugendstil der Jahrhundertwende gehalten prägten danach den Dorfkern.

Nach 1945 entwickelte sich Lindenau beträchtlich. Die Industriealisierung Lauchhammers (Braunkohle) nach 1900 und Ansiedlung von Familien aus den deutschen Gebieten nach 1945 ließen die Einwohnerzahl fast verdoppeln.

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